9. April 2012

Informationen aus meinem Kleiderschrank

Mein Ziel ist es, möglichst wenig Anziehsachen zu haben. In meinem Kleiderschrank sollen nur schöne Dinge sein. Schön im Sinne von: Schön ist, was ich als schön empfinde. Jedes einzelne Stück soll von mir geliebt werden und mich erfreuen.


Die Vorstellung, dass es Leute gibt, die in ihren Kleiderschränken Kleidungsstücke entdecken, die sie vergessen haben oder an denen sich noch das Etikett befindet, die sie gekauft haben und nie getragen weggeben, finde ich ganz schön irritierend. Fehlkäufe kenne ich eigentlich nicht. Die Dinge sollen bei mir bleiben. Ich habe eine Idee von einem Kleidungsstück und dann recherchiere ich. Ich recherchiere sehr lange. Wenn ich etwas finde, was meiner Idee entspricht, kaufe ich es. Vor Spontankäufen und kompensatorischem Kaufen bin ich gefeit. Obwohl ich sehr oft einfach so durchs Lafayette schlendere. Man könnte fast sagen: Durchs Lafayette schlendern ist mein Hobby! Manchmal sehe ich etwas und denke „Oh, that’s totally me!“, quatsch, das denke ich natürlich nicht, ich fühle so etwas wie „Oh, wie schön ist das denn!“ und dann schlendere ich noch mal eine Runde und dann frage ich mich „Braucht man’s auch?“. Meistens braucht man es natürlich nicht, manchmal aber schon. Ich besitze lediglich vier Hosen und vier Röcke. Mehr braucht man nicht. Entscheiden sind die Oberteile. Oberteile machen den Look.


Ich besitze ein paar abartig schöne Blusen, beispielsweise eine braune Schluppenbluse mit hellbeigen Punkten von meiner Mutter aus den frühen Achtziger sowie eine dunkelblaue Bluse mit kleinen Äpfeln drauf. Außerdem habe ich einen sehr schön verarbeiteten auberginefarbenen V-Pulli, geerbt von der Großmutter meines Freundes, von der Marke „Les Jacquelines“. Ich habe einen pinkfarbenen Kaschmirpulli mit einem eingestrickten grünen Herzen. Ich besitze drei zum Umfallen schöne Marni-Tops und drei Sonia-Rykiel-Oberteile. In einem dieser SR-Oberteile ist alles vereint, was mir besonders gefällt: Streifen, Knöpfe und witzige Krägen. Genial! Überhaupt möchte ich folgendes festhalten: Ich schwärme für den off-key-Stil von Marni und ich verehre den Left-Bank-Gamine-Look von Sonia Rykiel (ich mag auch sehr das Wort Left-Bank-Gamine). Ich beobachte, wie sich die Marke Maje entwickelt, von der ich einiges sehr erfreuliches besitze. Gern würde ich meine Garderobe um einige Teile aus der Jill Stuart-Frühjahrsollektion 2012 erweitern, die mich sehr bezaubert hat.


Meinen Stil möchte ich als spießig-brav mit einem leicht schrägen Twist beschreiben. Klamotten und Schuhe trage ich, bis sie auseinanderfallen. Ich liebe Punkte, Streifen, Schleifen und bunte Farben. Ich lege Wert auf Details und habe einen Hang zu Klassikern. Ich besitze eine Barbourjacke und die Edith-Bag von Chloé aus der Frühjahrskollektion 2006, entworfen von uber designer Phoebe Philo.


Die Edith-Bag ist, würde ich sagen, das WD-40 unter den Taschen – oder ist es eher andersrum und WD-40 ist die Edith-Bag unter den Kriechölen? So oder so, beide Male wird ein Schuh draus: Seit ich die Edith-Bag habe, schaue ich – hands down! – keine anderen Taschen mehr an und selbstverständlich lasse ich nur WD-40 an meine Fahrradkette.


Eines meiner wöchentlichen Highlights ist meine sonntagfrühabendliche Bügelstunde: Ich bügle all meine frischgewaschenen Blusen, Shirts und Tops und freue mich, was ich für unfassbar schöne Sachen habe, und dabei schaue ich Dallas-DVDs und daraus ergibt sich ein zweiter Freu-Strang, nämlich der, was es nicht immer wieder alles in dieser Jahrhundertserie zu entdecken gibt.

Andere Informationen aus anderen Kleiderschränken gibt es hier.

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13. März 2012

Kragen und Ausschnitte

Oder lautet der Plural Krägen? Egal. Meine Kragen- und Ausschnitt-TOP-3 sieht derzeit wie folgt aus:

Platz 3: Der V-Ausschnitt. Ein Klassiker - aber nur bei Strickpullis. V-Ausschnitte bei T-Shirts sehen nur in einigen wenigen Ausnahmefällen schön aus - sorry, ist leider so. V-Ausschnitt also nur bei Strickpullis, dann aber gern auch mal verkehrt herum mit dem Ausschnitt nach hinten. Einfach so oder als kleine Hommage an die 80er. Problem: Den lieben langen Tag wollen einem die Leute weißmachen, man hätte seinen Pulli falsch rum an.

Platz 2: Der U-Boot-Ausschnitt. Einer der schönsten Ausschnitte überhaupt! Leider wird einem heutzutage alles Mögliche unter dem Stichwort U-Boot-Ausschnitt angedreht, nur kein U-Boot-Ausschnitt. Bei einem U-Boot-Ausschnitt werden Vorder- und Rückenteil, die beide gerade abschließen, relativ weit außen an den Schulter zusammengenäht, sodass ein horizontale, vorn und hinten identische Ausschnittlinie entsteht. Ich lass mich da nur ungern korrigieren! Mag sein, dass ich falsch liege, aber das ist meine Definition von U-Boot-Ausschnitt, und diese U-Boot-Ausschnitt-Definition liegt bei mir auf Platz zwei.

Platz 1: Der Bubikragen. Ich liebe Bubikrägen – schon immer! Wer den Bubikragen, auch Peter-Pan-Kragen genannt, als brav und adrett abtut, hat keine Ahnung von Krägen! Denn Bubikrägen sind nur vordergründig brav und adrett, es umgibt sie immer auch dieser dezent verschmitzte, leicht schräge off-beat-Vibe, den ich so sehr mag. Deswegen meine absolute Nummer eins!

Bekannteste Trägerin des Bubikragens ist übrigens nicht, wie Wikipedia uns glauben machen will, Alexa Chung. Mit Verlaub, nichts gegen Alexa Chung, aber dieser Titel gebührt einer anderen, nämlich Miss Ellie Ewing aus Dallas, Texas. Sie ist der Rolls Royce unter den Bubikragen-Trägerinnen! Aber seht selbst:


Überhaupt hat Miss Ellie kragentechnisch die Nase ziemlich weit vorn, finde ich. Hier eine Auswahl ihrer Schleifen- und Schluppenkragenoberteile, die sie sehr zu mögen scheint (genau wie ich):


Und diese Kragen hier sind auch total hübsch - Wie heißen die?


Sind das Harlekinkrägen? Nennt man die so? Hoffentlich werden die bald wieder modern. Ob Alexa Chung sie bereits auf dem Schirm hat und ihnen bald zu neuer Popularität verhelfen wird? Das wäre toll!

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25. Februar 2012

Afton Cooper

Eine meiner liebsten Fernsehserien ist Dallas (aufmerksame Leserinnen und Leser wissen das). Dallas schaue ich unheimlich gern! Warum? Keine Ahnung. Gefällt mir halt.


Man sagt ja, Dallas sei die Mutter aller Serien. Dem stimme ich gern zu, möchte aber hinzufügen, wenn Dallas die Mutter aller Serien ist, dann ist das Nibelungenlied die Großmutter aller Serien. Oder die Cousine aller Serien! Oder vielleicht doch die Tante?


Nicht dass ich großartig Ahnung vom Nibelungenlied hätte und die Feststellung, dass es erzähltechnisch erstaunliche Übereinstimmungen zwischen Nibelungenlied und Dallas gibt, ist insofern trivial, als dass man bei so umfangreichem Stoff schon mal den Faden verlieren kann und zu seltsamen erzähltechnischen Tricks und Kniffen greifen muss, um die Story zu Ende bringen zu können. Das ist heute nicht anders als im Mittelalter.


Es ist also klar, dass Erzählstränge, die ins Leere führen, und andere logische Ungereimtheiten sowohl bei Dallas wie auch beim Nibelungenlied auftauchen. Dennoch! Ich finde das total interessant.


Wenn ich nicht völlig daneben liege, streitet sich die Wissenschaft darüber, ob das Nibelungenlied auf einer mündlichen Überlieferung beruht - als Beleg für diese These dienen die immer wiederkehrenden Formeln im Stile von „Was bisher geschah“, die im Nibelungenlied auftauchen und in einem schriftlichen Text ja eigentlich unnötig sind – oder ob es sich bei diesen Formeln nicht um eine bewusst eingesetzte fingierte Mündlichkeit handelt, quasi als Stilelement und Kompositionsprinzip, wahrscheinlich um dem Ganzen so einen Vintage-Stil zu verpassen.


Ich glaube, es war folgendermaßen: Natürlich beruht das Nibelungenlied auf einer ausschließlich mündlichen Erzähltradition! Irgendwann kam dann jemand auf die Idee, die ganze Geschichte mal aufzuschreiben. Beim Schreiben merkte der Verfasser, dass er erzähltechnisch in eine Sackgasse geraten war, was, wie gesagt, bei einer solchen Stoffmenge nicht nur beim mündlichen Vortrag, sondern auch beim Schreiben passieren kann. Was macht der Verfasser in dieser Situation? Das einzig Richtige: Er tut so, als ob dies Absicht war und streut ab jetzt immer wieder Stilelemente ein, die die oral history des Nibelungenlieds durchscheinen lassen. Genial! Ich hätte auch keinen Bock gehabt, noch mal ganz von vorn anzufangen. Schreiben war sehr mühsam im Mittelalter und dann das ständige Federkielgekratze! Zudem stelle ich mir das Papier extrem saugfähig vor, ständig sind die Buchstaben ineinandergelaufen. Nein, Spaß geht anders!


Mein Lieblingscharakter bei Dallas ist übrigens Afton Cooper. Ich bin geradezu besessen von Afton Coopers Rolle und habe mich beim Wieder-Anschauen gefragt, warum ich nicht schon früher auf sie aufmerksam wurde.


Der Grund ist: In der deutschen Fassung von Dallas wurde jede Folge um mehrere Minuten gekürzt, damit die Serie ins bestehende Sendeschema passt. Herausgeschnitten wurden fast immer die Afton-Cooper-Szenen, was man bemerkt, wenn man das amerikanische Original anschaut. Fatal! Nicht nur, dass ihr Wandel vom bad girl zum good girl sehr bestechend und überzeugend dargestellt ist, nein, gegen Ende wird Afton Cooper sogar zu einer Art Seherin, die als Einzige erkennt, dass alle zusammen auf eine Katastrophe zusteuern, aber niemand hört ihr zu! Das nennt man eine epische Vorausdeutung, eine Erzähltechnik, die man bereits im Nibelungenlied findet. Und was macht das Öffentlich-Rechtliche? Schneidet das raus! Verrückt.


Wen ich auch noch einmal genauer unter die Lupe nehmen möchte, ist Lucy Ewing, Miss Young Dallas. Früher nicht nur von mir, sondern von allen gehasst. Eine Neu-Betrachtung tut not. Demnächst also Lucy. Da mache ich aber dann was über ihre Klamotten. Es bleibt spannend.

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10. Februar 2012

Hohe Schuhe

Man liest und hört immer wieder, dass Frauen in Deutschland sich schlichtweg weigern, hohe Schuhe zu tragen. Während Frauen in aller Welt angeblich mit hohen Schuhen auf die Welt kommen, ziehen es die Frauen in Deutschland vor, bequem in flachen Tretern durch das Stadtbild und/oder die Landschaft zu latschen. Ich habe natürlich keine Ahnung, auf welchen Zahlen und Erhebungen diese Aussage beruht, und ich habe noch weniger Ahnung, was Frauen in aller Welt tun, bin mir aber ziemlich sicher, dass die Gelegenheiten, in denen es angebracht ist, sehr hohe Schuhe zu tragen, in Deutschland tatsächlich eher gering sind. Liegt dies vielleicht daran, dass das Tragen von hohen Schuhen als Übererfüllung weiblicher Schönheitsnormen wahrgenommen wird und hohe Schuhe bei uns als tussimäßig, dummchenhaft, ungesund und hohl gelten, anderswo aber eher als aggressiv und dominant wahrgenommen werden? Ja, ich glaube, daran könnte es liegen. In einer sich international gerierenden Frauenzeitung werden extrem hohe Stilettos oftmals vorgestellt mit dem Hinweis, Achtung, diese Schuhe sind wirklich nur etwas für die Executive-Ebene. Was bedeutet das? Je mächtiger die Frau, desto höher die Schuhe? Demnach müsste Angela Merkel in sehr hohen Schuhen herumlaufen, was sie natürlich nicht tut (siehe oben). Aber tragen andererseits einflussreiche Frauen in Ländern, in denen hochhackige Schuhe nicht so schlecht beleumundet sind wie bei uns, tatsächlich hohe Schuhe? Hilary Clinton? Eher nein. Julija Tymoschenko? Definitiv! Cristina Fernández de Kirchner? Darauf würde ich wetten!

Rede ich Mist? Aber ist ja auch egal. Zumal die Schuhe in letzter Zeit zwar immer höher, zugleich aber auch immer weniger tussihaft geworden sind. Diese Entwicklung verdanken wir den seit geraumer Zeit wieder aktuellen Keilabsätzen bzw. Wedges, wie man ja heutzutage sagt.


Der Keilabsatz hat (gemeinsam mit dem Plateau- und dem Blockabsatz) entschieden dazu beigetragen, dass auch in Deutschland hohe Schuhe getragen werden. Denn der Keilabsatz suggeriert Standfestigkeit und guten Halt und bedeutet das Gegenteil von tussigem Herumstöckeln.


Geradezu skulputural wirken die Schuhe neuerdings, bequem und massiv, vielleicht nicht wie Klötze, aber doch wie Klötzchen am Bein, mit denen man wie ein kleiner Elefant durch den Alltag stampfen kann. Oder wie ein lustiges Türmchen durch die Gegend eiern. Eine sehr gute Entwicklung, finde ich!

Die Schuhe oben sind von Chloé, die unten von Pierre Hardy. Die Fotos stammen von hier.

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29. Januar 2012

Parfum

Was ich überhaupt nicht kann, ist Düfte beschreiben. Das ist irre schwer! Hintergrund: Ich habe mir neulich aus sentimentalen Gründen ein Parfum zugelegt, von dem ich nicht gedacht hätte, dass es überhaupt noch hergestellt wird. Als ich jugendlich war, also in den Achtzigern, trug es die Mutter einer Schulfreundin, die für mich damals der Inbegriff von mondänem kosmopolitischem Jetset-Luxus war (die Mutter, nicht die Schulfreundin). Scherrer 2 („Scherrer zwei“) heißt der Duft übrigens, aus dem Hause Jean Louis Scherrer, seinerzeit ein Grand Couturier, also ein Vollmitglied des Chambre Syndicale de la Haute Couture. Der Begriff Haute Couture ist in Frankreich rechtlich geschützt, da darf nicht jeder Haute Couture machen, da müssen sich die Modehäuser jede Saison aufs Neue bewerben! Jean Louis Scherrer kannte in Deutschland damals kein Mensch – nur die Mutter meiner Schulfreundin! Mit einem Blick habe ich seinerzeit sofort erkannt, um was für exklusives Zeug es sich bei Scherrer 2 handelt. Ich habe diesen Duft geliebt! Und ich mag ihn immer noch. Scherrer 2 riecht definitiv nach den Achtzigern, aber nicht nach den neonbunten Cindy-Lauper-Achtzigern, sondern nach den mondänen Yves-Saint-Laurent-Achtzigern. Zugleich wirkt Scherrer 2 reichlich altmodisch, und zwar so altmodisch, dass man ihn bereits 1986, als der Duft lanciert wurde, als altmodisch empfunden haben musste. Ich rieche die 20er- oder die 30er-Jahre heraus, bilde ich mir ein. Eine Reminiszens, die sicherlich gewollt ist, denn der Flakon sieht irgendwie Artdéco-mäßig aus (in den 80ern übrigens schwer en vogue, man denke nur an den Flakon von LouLou von Cacharel). Eingangs riecht Scherrer 2 blumig und süß, nach einer Weile kommt etwas Würziges und Herbes hinzu, ein Duft, der polarisiert, möchte ich meinen. Ich assoziiere Zimt, aber wenn ich parallel an Zimt rieche, muss ich feststellen, nein, Scherrer 2 riecht kein bisschen nach Zimt, sondern nach etwas, das eine Zimt-Assoziation hervorruft. Wenn ich den Duft in Früchten beschreiben müsste, würde ich sagen, dass Zitrusduft komplett abwesend ist, Scherrer 2 riecht aber auch nicht nach Pfirsich, sondern möglicherweise nach Beeren, wahrscheinlich nach Waldbeeren. Der Duft ist nicht unbedingt schwer, aber irgendwie warm – für mich ein Winterduft! Jedenfalls, die Frau, die diesen Duft in den Achtzigern getragen hat, hatte garantiert kein seitlich geknotetes T-Shirt an, sondern vielleicht ein braunes Cape aus Kaschmir und ein Goldarmband. Und außerdem waren ihre Fingernägel dunkelrot lackiert. Ich glaube, diese Frau hier könnte nicht nur eventuell, sondern ziemlich sicher Scherrer 2 getragen haben:



In den Neunzigern gings mit dem Hause Scherrer leider bergab, wie man dieser Meldung im Spiegel Nummer 50 aus dem Jahre 1992 entnehmen kann:
Jean-Louis Scherrer, 56, ist am vergangenen Dienstag von den Hauptaktionären seines Pariser Modehauses, Seibu-Saison aus Japan und Hermes, entlassen worden. Grund für die Entscheidung, so der Generaldirektor des Unternehmens, Patrick Thomas, seien "unerträgliche Verluste" in den letzten drei Jahren gewesen. Scherrers Nachfolger, der frühere Balmain-Chef Erik Mortensen, kritisierte, das Modehaus habe bisher den Fehler gemacht, sich zu stark auf die arabische Kundschaft zu konzentrieren. Jean-Louis Scherrer, der an der Modefirma mit einem Anteil von zehn Prozent beteiligt ist, zeigte sich von der Kündigung völlig "geschockt": Er verliert durch die versuchte Firmen-Rettung nicht nur seinen Job, sondern auch den Markennamen "Scherrer".

Danach wurde der Name für jeden Mist verramscht, ein Schicksal vieler großer Modehäuser. Ich zum Beispiel besitze eine kleine Wetterstation von Thierry Mugler. Wenn Thierry Mugler das wüsste! Er würde sich im Grab herumdrehen. Zum Glück lebt Mugler noch, diese Gefahr ist also schon einmal gebannt. Von Thierry Mugler stammt übrigens der Duft „Angel“, den ich als äußerst unangenehm empfinde. Aber so ist das mit den Düften: Des einen Freud, des anderen Leid bzw. dosis facit venenum.

Sehr schöne Parfumbeschreibungen gibt es übrigens von Katie Puckrik – a very funny lady! Ich liebe sie und bin süchtig nach ihren Parfumrezensionen. Zum Einstieg empfehle ich „Katie's Perfume Collection“, Teil 1 bis 5: Part 1, Part 2, Part 3, Part 4, Part 5.

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22. Januar 2012

Beautysachen

Wer mich kennt, weiß: Ich bin ein totaler Beautyprodukt- und Schminksachenjunkie. Schon immer gewesen! Als Kind habe ich Seifen gesammelt, als Jugendliche die Beautyseiten aus den diversen Frauenzeitschriften gerissen und ordentlich abgeheftet und mein Idol war Isabella Rossellini, die in den Achtzigern jahrelang als Lancôme-Testimonial tätig war. Ich wollte unbedingt eine Ausbildung zur Kosmetikerin machen – verrückt (habe mich dann aber doch für ein Linguistikstudium entschieden, was Solides halt). Dabei schminke ich mich gar nicht übermäßig oder besitze unglaublich viele Beautysachen und Schönheitsprodukte. Im Gegenteil. Personen, in deren Badezimmer sich zu viele Beautyprodukte befinden, die nicht benutzt werden und die außen schon Kalkflecken haben, weil sie seit Jahren unbenutzt auf dem Badewannenrand stehen, sind mir genauso unheimlich wie Leute, die sich Klamotten kaufen, diese aber dann nie anziehen. Diese Leute lieben und achten die Dinge nicht, diese Leute sind kauf- und konsumsüchtig. Ich hingegen bin extremst gut informiert und weiß, was Phase ist auf dem Kosmetikmarkt! Einen Beautyjunkie erkennt man nämlich unter anderem daran, dass er/sie sehr wenige, aber unheimlich sorgfältig ausgewählte Schönheitsartikel besitzt. Ich habe exakt zwei Lippenstifte und zwar von Chanel aus der Rouge Coco Shine-Serie, einmal N° 63 „Rebelle“ und einmal N° 45 „Misia“. Beide sind schon halb verbraucht und seit Wochen recherchiere ich, welchen Lippenstift ich mir zulegen werde, wenn einer der beiden leer sein wird. Ich kenne sie alle, aber die Würfel sind noch nicht gefallen! Vorfreude, schönste Freude. Dasselbe gilt für Rouge beziehungsweise Blush, wie man ja heutzutage sagt. Zwei Blush-Nuancen genügen! Ich trage meistens von Yves Saint Laurent das Crème de Blush N° 6 „Red Passion“ oder – legendär! – von Alverde „Flamingo“. Habe ich schon erwähnt, dass Rouge wie ein leichtes Antidepressivum wirkt? Ich glaube schon. Aber das kann man ja gar nicht oft genug erwähnen! Deswegen: Wusstet Ihr schon, dass Rouge wie ein Antidepressivum wirkt? Glaubt es mir und probiert es aus! Es ist wahr.

Nagellacke kann man übrigens durchaus ein paar mehr besitzen. Zehn Farben sind optimal. Ich habe ungefähr zwölf Nagellacke, exakt fünf davon sind meine Lieblingslacke, die ich immer wieder trage, again and again, over and over:



Von links nach rechts bzw. von rechts nach links:

N° 9 von Yves Saint Laurent, "Orange Flamboyant", ein wunderschönes Zinnoberrot mit starkem Orangeeinschlag. Sieht besonders schön zu Hellblau und Helltürkis aus, macht sich aber zu allen Farben gut. Klassisch und doch edgy. Meine Nummer eins - trage ich ständig!

N° N004, ein karamelliges Rostbraun von Flormar, einer italienischen Billigmarke. War gar nicht so einfach, diese Nuance zu finden, Fehlanzeige bei den high-end-Marken! Dabei liegt dieser Ton bei meinem persönlichen Hipnessempfinden ganz weit vorn. Hip und quirky ist diese Farbe und sieht super zu Hellblau aus. Platz zwei.

N° 15 "Wicked Green", von Estée Lauder, limitiert, gibt es leider nicht mehr. Das perfekte Dunkelgrün. Sieht sehr edel und elegant zu Gold und Dunkelblau aus. Platz drei.

N° 531 "Péridot", von Chanel. Ein sogenannter it-Lack, ein Must-Have im Winter 2011/12. Changiert je nach Lichtverhältnissen zwischen Gold und Grün - eine Hauch Lila meine ich auch zu erkennen. Schön und funny in einem. Für mich Platz vier.

"Talent Scout" von Ciaté, ein cremiges Lila. Durch diesen Lack habe ich die Farbe Lila lieben gelernt! Ich habe einen grasgrünen Minirock, zu dem dieses Lila wunderhübsch aussieht. Platz fünf.

Woran erkennt man noch, dass man ein Beautyjunkie ist? Daran, dass man sich aus einem alten Leintuch kleine 25 x 25 cm große Handtücher näht und sich jeden Abend mit einem frischen Tuch das Gesicht abtrocknet, ach quatsch, trockentupft. Daran, dass man weiß, was sich hinter der Oil-Cleansing-Method verbirgt. Daran, dass man mehr als regelmäßig bei Into The Gloss reinschaut. Und schließlich daran, dass man süchtig nach Lisa Eldridge ist. Lisa Eldridge, die Patin aller Beautyjunkies! Ich liebe all ihre Tutorials und schaue sie mir immer wieder an, aber ganz besonders liebe ich ihr Abschmink-Tutorial und ihr I-Love-Nail-Colour-Video.

Seid Ihr auch Beautyjunkies? Entscheidet selbst!

In der nächsten Folge erfahrt Ihr übrigens unter anderem, wonach ich noch süchtig bin – es lohnt sich also, dranzubleiben. Bis dahin verbleibe ich mit den besten aller Grüße

Eure Rosine

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16. Oktober 2011

Bericht aus Brüssel

Brüssel – Stadt ohne Bänke. Ohne Bänke, nicht ohne Banken! Banken wird es wohl geben in Brüssel, das habe ich nicht überprüft, aber Bänke gibt es definitiv keine in dieser Stadt. Schließlich wollen all die tausend kleinen Brasserien besucht werden. Da braucht man keine Sitzmöbel im öffentlichen Raum. In Brüssel gibt es sogar Vergünstigungen für Angestellte, wenn sie in einer Brasserie zu Mittag essen, anstatt sich was von zuhause mitzubringen. Was bei uns also das Jobticket, ist in Brüssel der Jobbrasseriebesuch. Vegetariern muss von einem Brüsselbesuch allerdings strikt abgeraten werden. Außer Fleisch gibt es nur Muscheln und wer weder das eine noch das andere mag, muss sich von Fritten ernähren, dafür dann aber mit fünfzehn verschiedenen Soßen. Oder von Pralinen. Pralinen – das ist bekannt – gibt es hervorragende in Brüssel. Nicht selten muss man beim Stadtbummel die Brille herausholen, um überhaupt erkennen zu können, ob es sich bei einem Geschäft um einen Juwelier oder um einen Pralinenladen handelt. So werden in Brüssel Pralinen behandelt! Wie Juwelen!

Nicht wie mit Juwelen und auch nicht wie mit Diamanten oder ähnlichem, sondern exakt wie mit dem letzten Dreck wird hingegen mit Fußgängern verfahren. Wenn man es wagt, auch nur einen Fuß vor die Tür zu setzen, wird man von den Brüsseler Autofahrern sofort unmissverständlich in die Wohnung zurückgehupt. Fahrradfahrer gibt es keine, die wurden schon alle überfahren und auf einem namenlosen Selbstmörderfriedhof außerhalb der Stadtmauer begraben, glaube ich. Deswegen von meiner Seite eine Liebeserklärung an die deutschen Autofahrer und die Abwesenheit einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf deutschen Autobahnen. Sollen sie ihre Aggressionen auf der Autobahn rausfahren, da stört es mich nicht, da bin ich ja nie, solange sie sich im Gegenzug in der Stadt weiterhin an jede Verkehrsregel halten und weiterhin eine rote Ampel als Autorität anerkennen. Nach einem Brüsselbesuch kommen einem deutsche Autofahrer derart nett und höflich vor, man könnte direkt in Versuchung kommen, wieder ohne Helm Fahrrad zu fahren.

Ein anderer Grund für die fehlenden Bänke könnte übrigens auch das Brüsseler Wetter sein. Angeblich regnet es ja praktisch pausenlos in Brüssel. Da braucht man keine Sitzmöbel im öffentlichen Raum. Während meines Brüsselaufenthaltes rund um den 3. Oktober hat aber ausnahmsweise rund um die Uhr die Sonne geschienen. Einheitswetter in Belgien, könnte man also sagen! Was aber dazu führte, dass die Gleichung Muscheln + französisch + verdreckte Straßen + Schmuddelwetter = Brüssel nicht griff, sondern ich mich ständig in Südfrankreich wähnte, weil durch das prima Wetter natürlich die Faustregel Muscheln + französisch + verdreckte Straßen + tolles Wetter = Stadt in Südfrankreich getriggert wurde. Brüssel also unbedingt bei schlechtem Wetter besuchen, Leute!

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23. Mai 2011

Wilhelmine

Eine Sache, die mich immer sehr stresst, ist Leute in anderen als den üblichen Kontexten zu treffen, also zum Beispiel berufliche Kontakte privat und vice versa oder wie auch immer. Ihr wisst, was ich meine. Wenn man sich nicht gut genug kennt, um sich angenehm zu unterhalten und nicht weiß, was man sagen soll bzw. denkt, man müsse im Vorbeigehen was Lustiges/Witziges sagen und dann doch nur irgendetwas Bescheuertes stammelt, ah, furchtbar, furchtbar, furchtbar. Und hinterher ist auch noch der ganze Tag versaut, weil man ständig denkt, was man eigentlich für einen Granatenmist geredet hat, wie man nur so einen Quatsch reden kann und was für ein Trottel man ist und was man mal wieder für einen Müll geredet hat. Ich weiß nicht, hinter wie vielen Regalen, Bauzäunen und Büschen ich mich schon versteckt habe, um dieser Situation zu entgehen. Ganze Straßenzüge sind für mich forbidden area - zu groß die Gefahr, jemanden zu treffen, der einen in o.g. ungute Situation bringt! Einmal habe ich unten in der Lebensmittelabteilung bei Karstadt am Hermannplatz meinen Bruder getroffen. Selbst da hatte ich kurzfristig den Impuls, hinter einem Regal zu verharren, bis die Gefahr vorüber ist. Völlig unagebracht - schließlich pflege ich mit meinen Geschwistern ein sehr inniges Verhältnis. Letzten Samstag habe ich in einem Kleidergeschäft meine entfernte Kollegin Wilhelmine getroffen. Ich habe sie sofort an ihrer Stimme erkannt, sie war mit ihrer Mutter da und ich saß in der Umkleidekabine und dachte mir, Mist, was jetzt? Nomalerweise hätte ich jetzt abgewartet, vielleicht ein bisschen Zeitung gelesen und wenn die Luft rein gewesen wäre, wäre ich gegangen. Aber eigentlich war ich schon längst fertig mit anprobieren! Und außerdem wollte ich nicht ins Visier des Ladendetektivs geraten, weil ich stundenlang in der Umkleidekabine bleibe! Ich leide nämlich unter der Angst, zu Unrecht des Ladendiebstahls bezichtigt zu werden. Wenn ich beispielsweise in einem Laden mal schneuzen muss, traue ich mich immer nicht, das Taschentuch in meine Hosentasche zu stopfen, denn es könnte ja der Eindruck entstehen, ich würde etwas stehlen usw. Lippenstifte und anderer Kleinigkeiten, die man leicht in der Tasche verschwinden lassen könnte, stelle ich immer ganz übertrieben deutlich ins Regal zurück, mit spitzen Fingern, damit man nachher auf den Überwachungslkameras eindeutig erkennen kann, dass ich nichts gestohlen habe. Ich verhalte mich oftmals so komisch in Geschäften, dass ich mich ehrlich gesagt wundere, dass ich bisher noch keine Verdachtsmomente erregt habe - aber egal. Ich war also längst fertig mit anbrobieren und weil man auch mal an sich arbeiten muss, habe ich mir die zu kaufende rote Hose (color blocking) über die Schulter geworfen, nahm allen Mut zusammen, ging hinaus, und da stand sie und ich so "Hallo, Wilhelmine!" und sie so "Ach, hallo, Rosine!" und das wars auch schon. Situation mit Bravour gemeistert. Halb so schlimm gewesen.

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6. Februar 2011

Mieten oder Kaufen?

Hier im Hause wird sich sonntags manchmal die FAS, die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, gekauft. Und zwar nur wegen des Sportteils - und das auch nur, wenn man am Samstag die Bundesliga verpasst hat - und wegen des Gesellschaftsteils. Alle anderen Teile der FAS sind von A bis Z unlesbar. Aus diesem Grund und weil ein schlechter Kalauer hier immer gern gesehen ist, nennen wir die FAS intern gern auch mal "Die Farce". Was für ein Spaß am Sonntagmorgen! Heute allerdings ließ mich ein Titelseiten-Teaser einmal zu der Beilage "Geld & mehr" greifen:


Kann man ja mal lesen, schließlich heißt es immer, dass kaufen natürlich besser ist als mieten - ein paar Argumente pro mieten können also nicht schaden. Schließlich wohne ich selbst zur Miete. Also frohgemut Seite 37 aufgeschlagen und sogleich die Zusammenfassung des Artikels in der Infobox gelesen:


Sorry, Leute. Bei so etwas höre ich sofort auf zu lesen. Ist nicht meine Welt. Nicht im Sinne von not. Nicht im Sinne von überhaupt gar nicht. Null. Der Familienvater soll mal beim Rechnen schön aufpassen, dass noch genügend Geld für den Carport übrigbleibt. Hätte da gestanden "Nehmen wir an, eine 40-jährige unverheiratet mit jemand zusammen lebende Frau zahlt für ihre sympathisch runtergewohnte Neuköllner Altbauwohnung 476 Euro kalt (4,76 Euro je Quadratmeter). Nehmen wir weiter an, beide verdienen hie und da den einen oder anderen Euro, haben zwar Pi mal Daumen nur 5000 Euro auf dem Sparkonto, dafür aber verschiedene Millionenerbschaften an der Hand. Jetzt überlegen sie, was man damit mal machen könnte." - dann hätte ich wahrscheinlich weitergelesen. Aber so? Nee-nee-nee.

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20. Januar 2011

Polka Dots, Confetti, Coffee Beans, Screw Tops, and Split Peas

Hey Leute, hier bin ich wieder!

Zum wieder Reinkommen, zum Aufwärmen und zum Warmwerden mache ich jetzt zunächst einmal eine ganz einfache zweistufige Übung, nämlich schöne Wörter aus einem Buch abschreiben und diese dann ungefähr in alphabetische Reihenfolge bringen:

Animals, belts, blocks and cubes,
circles and dots, commas, confetti, crescents.
Choclates, purples, and shaker grays.
Diamonds and harlequins, chains, knots, ropes,
birds, bows, and ribbons,
bubbles and spheres,
buildings, butterflies, cartoons.
Cats, circus, clowns,
coffee beans, screw tops, and split peas.
Coral and seaweed, dogs, fakes, feathers, fruit.
Games and toys, grotesques,
hardware and tools, hearts, horses, insects,
jewels, letters, numbers.
Marine life, modernism, musical instruments,
medallions, mosaics, ovals and seed.
Nuts and pinecones.
Objects, people, photoprints,
playing-cards motifs, reptiles, ruffles, shells.
Silhouettes, sports, trees,
trophies, supergraphics, vegetables.

Abgeschrieben habe ich diese Wörter aus dem Buch "Textile Designs. 200 Years of Patterns for Printed Fabrics arranged by Motif, Colour, Period and Design" von Susann Meller und Joost Elffers. Dieses Buch enthält nicht nur die oben aufgeführten schönen Wörter, sondern auch wunderbare Stoffmusterphotos (ich könnt heulen, so zauberhaft sind die, am liebsten möchte ich sie sofort alle ausschneiden, aber das geht ja nicht) und darüber hinaus auch noch so einige unumstößliche, unwiderrufliche Weis- und Wahrheiten zum Thema Punkte bzw. Polka Dots, wie Punkte im Fachjargon der Punktliebhaber ja eigentlich heißen. Hier die zwei obersten Gebote des Punktismus bzw. Polkadotism:

1. The Polka Dot has always been and always will be. (Seite 212)
2. When Polka Dots go berserk they become confetti. (Seite 160)

Polka Dots im Normalzustand:





Und hier die Polka Dots, nachdem sie aufgrund von verrücktspielen zu Confetti geworden sind:



Es gibt noch ein (wie ich finde sehr praktisches) drittes Punkte-Gebot, welches folgendermaßen lautet:

3. A bisected (...) dot is called a split-pea or screw-top motif. (...). If you make the bisected circle an oval , the motif becomes a coffee bean. (Seite 158)

Also, wenn das nicht unglaublich praktisch und schlau ist, dann weiß ich auch nicht. Man teilt einen Punkt in zwei Teile und erhält dadurch Erbsen, Schraubenköpfe und Kaffeebohnen. Einfach genial:



Bitte einmal auf die Bilder klicken, um sie zu vergrößern, und dann nochmal klicken, um sie nochmal zu vergrößern. Ciao ciao!

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Fliegengitter